Sonntag, 18. Mai 2008

Yiiieeeha….

Dieses Wochenende war wohl bisher das interessanteste was ich hier erlebt hab…auf der Farm von meinem Chef zum jagen…

Auch wenn ich selber nur auf abgestorbene Baumstämme geschossen hab war’s ein krasses Erlebnis. Freitagmittag ging’s los, nach guten drei Stunden Fahrt ins Buschland kommen wir an. Altes, riesiges Farmhaus auf einer 5000-Hektar Fläche.

Das erste wilde Tier was ich gesehen hab, war ne frei rumlaufende Giraffe!

Sonst zu sehen waren noch alle möglichen Rassen von Böcken, Kudus, Antilopen usw.…

Mann kann wohl auch noch Leoparden, wilde Paviane und Giftschlangen zu sehen bekommen, muss man aber nicht

Als Begleiterscheinungen sind übermäßig viel Alkohol, mehr Grillfleisch, als auf jedem BBQ in amerikanischen Vorstädten und wie gesagt hammermäßige Natur zu nennen…

Und das erste Mal, dass ich live mitbekommen hab, wie ein Tier erlegt wird….krasses Teil, ein Gemsbock!

Aber, nich zu viel Bla,bla…hier n paar Bilder
























Mittwoch, 14. Mai 2008

From a SEAWORK perspective...

Ja,ja,ja….nachdem ich nun durch viele Mails auch mitbekommen hab, dass ihr in Deutschland gerade ne sonnige, warme Zeit habt muss ich auch noch mal kontern im Wetterbattle der Kontinente…langsam wird’s hier auch wieder wärmer…die Ostwinde haben eingesetzt und bescheren uns wieder angenehme 27°….

Inzwischen lebe ich mich immer besser ein und bekomme auch bei der Arbeit immer mehr Einblicke in die Produktion und die Abläufe des Fischereialltags… etwas weiter unten könnt ihr mal sehen, wo ich mich jeden Tag so rumtreibe zwischen Tunfisch, Makrele, Seehecht & co…

Die Leute an den Fließbändern lachen zwar noch immer über meine Filettierfähigkeiten, aber es wird zunehmend angenehmer. Die Leute sind wirklich alle cool drauf. Es ist witzig sich mit ihnen zu unterhalten und sie kennen zu lernen…obwohl zur Zeit alle extrem angespannt sind…überall wird geschrubbt, geputzt, es werden pausenlos Meetings und Schulungen abgehalten über Hygiene, Sauberkeit und Ordnung.. ,denn: nächste Woche kommt ein Komitee der EU-Audit-Kommission, um den Betrieb auf EU-Exportfähigkeit zu untersuchen…das Qualitätsmanagement ist krass am ausrasten, alles wird überprüft….schon krass wie wir Europäer uns gegen böse ausländische Keime und Bakterien schützen….Die checken wohl alles…dabei kann es wohl auch gut sein, dass sie den Betrieb erst gar nicht besuchen, sondern nur benachbarte Firmen checken…

Da ich inzwischen stolzer Besitzer von einer Art Satellitenfernsehen bin gucke ich inzwischen mehr Fußball, als ich es in Deutschland jemals getan hab…Englische, Italienische, Deutsche, Portugiesische Liga…wird alles übertragen. Das ist aber auch wirklich eine der wenigen Attraktionen, die das Nachtleben unter der Woche hier bietet! Das wird sich aber bald ändern! Hab mir vorgenommen in 2, 3 Wochen den Wüstensport anzugehen. Erstmal will ich auf jeden Fall Sandboarding ausprobieren, das Pendant zu unserem Snowboarding, nur halt auf Sanddünen, dann kann man sich noch an einem Drachen angebunden auf nem kleinen Gefährt durch die flache Namibwüste ziehen lassen und mit Quadbikes durch die Dünen fahren…bin auf jeden Fall gespannt, wie das so wird und hab krass Bock drauf..!

Bisher läuft also eigentlich alles ganz gut, fühl mich wohl, vermisse zwar meine Kleine Thelma und auch Berlin, die Stadt überhaupt mit dem ganzen Wirr-Warr, aber bislang scheint’s alles in allem ne schöne Erfahrung zu werden!

Also…passt auf euch auf und holt euch keinen Sonnenbrand..!!

Bis bald…..Grüße aus Mama-Afrika

Nilakko













Mein Arbeitsweg....




Samstag, 10. Mai 2008

Afrika is kalt...

Da sitze ich nun, in nem Wollpulli, mit T-Shirt drunter, langer Hose und gaaaanz normalen Schuhen!!! Alta! Und ich dachte, ja gut komm, Winter suedlich des Aequators kann schon nicht so schlimm sein....Arschkarte! Mittags wird's hier zwar schon ganz gut warm, aber auch dann laessts sich mit langen Sachen an ganz gut leben! Hoffentlich setzen hier bald, zumindest den Einheimischen zu Folge, bald die Ostwinde ein, die die "Kaelte" wenigstens fuer ne Weile wegpusten! Wier man unschwer an den fehlenden Umlauten erkennt is auch mit Internet @ home nicht mehr viel...Internetcafe is angesagt! Aber das ist hier zumindest einer der wenigen Gruende die Wohnung zu verlassen...das hoert sich jetzt alles ein wenig pessimistisch an, aber ich muss sagen, dass mir ab und an mehr Menschen ganz gut tun wuerden! Egal, will mich nicht beschweren, bin zumindest dierkt am Ozean...und die Gegend um die "Stadt" herum, die ich so langsam auch erkunde ist ganz schnike anzugucken. Ich hab neulich von nem Kollegen gehoert wie warm es gerade in DL is... so ne Scheisse man, ich dachte ich kann euch hier was vorschwaermen, allet Kacke, deine Elli!

Sonst geht's mir aber insegsamt echt ganz gut, beim arbeiten lerne ich immer mehr wirklich einheimische kennen, die anfangfs extrem verwundert dreinschauen, wenn sich ein "weisser" dazu bemueht Fische zu waschen, zu filettoeren, von Eis zu befreien, aufs Foerderband zu schmeissen usw...

Wo wir auch schon beim naechsten Thema waeren... die Arbeit!
Momentan durchlaufe ich wie beschrieben ein wenig die Produktion der Fabrik. Ich mache einfach mal alles was es da zu machen gibt... Am ende des Tages is man wirklich krass alle, von dem ganzen Kram, dabei bekomme ich glaub ich auch echt nur die Schonkur ab. Wenn man da den ganzen Tag in der gleichen Position die gleichen Arbeitsschritte immer und immer wieder macht, haut dat schon rinn! Da bekommt das Wort Monotonie ganz neue Dimensionen...
Die naechsten Tage werden bestimmt auch noch so einiges interessantes mit sich bringen.
Bis ich dann die eigentliche Aufgabe, die Unterstuetzung bei der Einfuehrung des Lagersystems, ueberneheme, werde ich Fische wohl noch aus weiteren Perspektiven zu sehen bekommen...

Hab gerade zum ersten Mal die Afrikanische Version von Superstars / Idols gesehen, oh mann.... Krasse Sache! Einige fangen vor der Jury an afrikanische Volkstaenze und die dazu passenden Gesaenge vorzufuehren..und die Jury rastet dann krass aus, weil sie was wetlicheres sehen will...geile Sendung... so viel zu meiner Intelektuellen Betaetigung hierzulande...

Ich lass morgen mal einige neue Bilder folgen..bis dahin Make it good & Gruesse aus Swakop!

dErnIl

Montag, 5. Mai 2008

Wüste, Meer & Mond

Nachdem ich die letzten Tage Skype extrem penetriert habe, weil ich noch nicht arbeiten musste und abends in dem Örtchen hier auch noch nicht allzuviel geht, fängt so langsam der Ernst des Lebens hier an...

Ab morgen heißt es um 6 Uhr aufstehen, um 7 los zur Arbeit um so gegen acht loszulegen...oh männsen....(Nix da mit Shishastyler gepflegt um 10 Uhr die Figürchen raustragen...) da ich ab dann auch in "meinem eigenen Heim" wohnen werde ist dann auch Internet-mäßig nichts mehr mit mal eben einloggen wie hier im Hostel...mal schaun

Jedoch konnte ich heute schon nochmal die angenehmen Seiten des namibianischen Lebens in vollen Zügen genießen...

Früh morgens wurde ich von nem Kollegen abgeholt und mir wurde die Firma gezeigt. Die Trawler, die Produktion, die Kühlräume...bin schon jetzt gespannt, was mich da an Arbeit so alles erwarten wird..

Anschließend bin ich mit ihm und seiner Familie in die Wüste gefahren, um ein paar premium-UV-Strahlen zu tanken...schon krass, man fährt 20 Minuten aus dem Örtchen raus und ist komplett woanders...keine Menschenseele weit und breit, was ja an sich nix neues ist...aber dafür Natur wie aus dem Bio-Buch. Mit dem Jeep durchs Gelände, anschließend Feuer machen und grillen in nem ausgetrockneten Flussbett...

Aber ich lass die Bilder mal für sich sprechen:























Die letzteren Bilder sind aus der ner Gegend, die hier Mondlandschaft heißt..Krater, Berge und Schluchten, die wirklich ziemlich Mondmäßig aussehen....

Na, denn...ich werd versuchen die nächsten Tage mal ein paar neue Bilder folgen zu lassen, sofern das Internet mir gut gesonnen ist........bis bald, seid gegrüßt...

Good night, & good Luck

Samstag, 3. Mai 2008

AFRIKA FÜR ANFÄNGER

Berlin -> Hamburg -> Dubai -> Johannesburg -> Windhoek -> Swakopmund




Tja, ja....... Letztendlich bin ich doch noch angekommen in Namibia....!

Ich hab jetzt auch erstmal ein paar Tage Zeit, um klar zu kommen und hier ein bischen was zu schreiben, da auch hier Feiertage wie d. 1. Mai gefeiert werden, und Montag wieder irgendein komischer Feiertag ist.....

Der Hinflug war an sich recht unproblematisch, ausgenommen der Start in Deutschland! Zuerst mit dem Zug nach Hamburg, wo man mich dann nicht losfliegen lassen wollte, da ich kein Visum für Namibia hatte und mein Rückflug erst auf 6 Monate später datiert ist. Laut den Leuten am Flughafen würden "mich die Namibianer nicht ins Land lassen, wenn die sehen, dass ich länger als 3 Monate da bleiben will, aber noch kein Visum im Pass klebt"..
Also, erstmal Flug umbuchen, zahlen, dann Flug in Namibia wieder zurückbuchen, sobald das Visum da ist...oh mann..!
Dann gings los über Dubai...krasse Stadt...hatte 5 Stunden Aufenthalt von 00:00 Uhr bis 5 morgens...! Da einer meiner Cousins dort lebt hat er mich abgeholt, wir sind ein wenig durch die Stadt gefahren und haben, wie sollte es anders sein: Shisha geraucht....wundervoll!

Nach ersten Eindrücken dieser Riesenbaustelle Dubai ging's dann weiter in Richtung Johannesburg. Da hab ich dann mein erstes Biltong (getrocknetes Straußenfleisch) probiert..sehr geil!

Nach ein paar Stunden flog ich weiter:

In Namibia angekommen: winziger Flughafen, man läuft vom Flugzeug ins Terminal, was von 2 Palmen umsäumt ist. Deutsche Ordentlichkeit in allen ehren: es hat sich tatsächlich keine Menschenseele für meinen Rückflug interessiert,.... die haben sich meinen Pass angeguckt, mich gefragt was ich hier machen will, das war's...

Dann bin ich per Bus nach Windhoek gebracht worden, wo ich erstmal eine Nacht in nem Backpackers Hostel bleiben sollte...mein erster Eindruck:
alle Häuser sind von riesigen Mauern umgeben und ein Elektrozaun + deutschem Schäferhund darf wohl auch nicht fehlen.....mich erfasst also erstmal ein richtig schönes Gefühl der Sicherheit....
Beim Hostel angekommen muss erst ein Sicherheitscode eingegeben werden, um das Stahltor zu öffnen... Jawollo! Prison-Break! Vielleicht war das auch einfach nur der Anfangs-Eindruck, aber von sicherste Stadt Afrikas usw.. war hier nich so viel zu spüren... Tore, Stacheldraht, Security, bellende Hunde, Kameras vor d. Häusern... eher ungeil... Aber na, ja! Geschlafen habe ich trotzdem wundervoll nach diesem 28-Stunden-Trip und auch sonst geht's mir einwandfrei.

Jetzt bin ich nach langer Busfahrt in Swakopmund angekommen, meinem vorläufigen Zuhause für die kommenden paar Monate...

Kleines, sehr beschauliches Städtchen, ich denke vielleicht 20.000 Einwohner oder so, direkt an der Atlantikküste. Tagsüber, bis Mittags sehr neblig und feuchte, salzige, Meeresluft, die so scheint es, sogar Holz zum rosten bringt... Ansonsten ist es erträglich warm so um die 25°...











Die Strandpromenade is auch ganz schick:








Die Leute hier sind ein Mix aus Deutschen, Namibiern, Südafrikanern und Holländern - merkwürdig anzusehen, aber angenehm. Ich glaub das Städtchen hat man in 20 Minuten durchquert, ein zentraler Punkt scheint, (wie sollte es auch anders sein? ;-) ) das neue KFC zu sein...! Auch sonst gibt's hier Chicken an jeder Straßenecke, gegrillt, gekocht, paniert, gebacken...einfach in jeder Variation..

Bei uns im Hostel kann man wohl auch grillen...."dem Grillz" - krasses Teil


Die Autos hier sind auch der Hammer.....besonders die Cops fahren richtig geile Karren:






Zu meiner Verwunderung, "sehr gute" Internetverbindungen, ein paar Internetcafés mit WLAN usw...
gibt es auch. Was einem komisch vorkommt sind diese deutschen Kaffeehäuser, wie Willie's Eck oder "deutscher Sommergarten", oder so ähnlich...da sitzen dann alte deutsche Omis & Opis drin, trinken Dallmayr Kaffee und essen Apfelstrudel....seltsamer Anblick, aber mein Gott...! Ich werd mich wohl noch ein bisschen umgucken müssen, bis ich meinen ersten Kaffee trinken werde...

Auf der einen Seite grenzt der Ort wie gesagt an den Atlantik, wenn man sich in irgendeine andere Richtung bewegt sieht man nur noch......Die Namibwüste:

Das Namibia nur 2 Millionen Einwohner hat merkt man hier in Swakop. Tagsüber bewegt sich zwar einiges auf den Hauptstraßen, sobald man aber in eine Seitenstraße guckt sieht man quasi nix mehr...






Dienstag wird's wohl losgehen mit der Arbeit in der Walfischbucht und ich bin gespannt was mich da alles erwartet..

Das soll's wohl erstmal sein mit den Eindrücken, ihr hört aber sehr bald wieder von mir denk ich!
Ich versuch mir hier jetzt erstmal irgendwo Bier zu besorgen (dank meiner urdeutschen Vorfahren sogar nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut.....crazy shit!).

Grüße aus der Wüste an die Stadt überhaupt!

Bis bald..... !!!

N.