Donnerstag, 4. September 2008

die letzten Wochen...


..als ob mir der liebe Gott noch mal die komplette Breitseite geben wollte...
zum ersten mal in 4 1/2 Monaten hat es leicht geregnet....man lernt angenehmere Leute kennen, mit denen man was anfangen kann....typisch für einen längeren Aufenthalt wird die Zeit je näher man dem Ende kommt doch noch ganz cool...was meine Vorfreude auf Berlin nicht zügelt...

das letzte Wochenende haben wir gebührend gefeiert...wieder auf ner Farm...und meinem überkrassen Geländewagen....war sehr geil und hat bewiesen, das italienische Autos nicht gleich beim ersten Steinschlag und unwegsamem Gelände komplett auseinanderfallen...


Alles in allem ne gelungene Zeit in Namibia...aber die letzten 3 Wochen werden voraussichtlich noch die besten...Blogschreiben werd ich wohl auch nicht mehr allzu oft können ausm Busch...

In 3 Wochen bin ich wieder da.....kanns auch kaum erwarten....daher abschließend noch n paar nette Bilder von hier...

Bis bald Berlin! Ick geh jetz ne Runde mit den Löwen chillen...





Sonntag, 24. August 2008

Old McDonald had a…….

FARM…… Wochenende…..Sand….gelbes Gras und kleine, trockene Bäume…vor allem: endlich SONNE!!! Aber dazu gleich mehr…

Viel Zeit ist verstrichen, ohne ein Lebenszeichen aus Namibia…doch endlich gibt’s wieder ne kleine Auszeit, um zu chillen und was zu erzählen aus dem Wüstenland..

Die letzten Wochen sind eher an mir vorbeigeschossen…was erschreckend ist, weil ich diese Woche meinen vierten Monat hier im Land abschließe…das heißt aber auch, dass mich mein geliebtes Berlin in gut einem Monat schon wieder hat…

Mein Gemüt blüht auf bei dem Gedanken daran, bald nicht mehr arbeiten zu müssen, durch Namibia fahrend die letzten Wochen im Land ganz krass entspannt und relaxt die Natur genießen zu können!

Dieses Wochenende bin ich mit Freunden auf eine Farm, ca. 200 Km von Swakop entfernt gefahren. Auch wenn die 2 Tage nur kurz waren, haben sie mir gut getan..endlich Sonne bis zum abwinken…unter freiem, klarem Sternenhimmel schlafen…am Feuer chillen, essen und Wein trinken….

Tagsüber eine Sicht, wie man sie leider nur selten hat….weite Felder, kleine Felsen…Sträucher und trockene Bäume….verdammt typisches Touri-Afrika…aber ich finde… krass schön!

So lässt es sich auf jeden Fall einige Zeit leben!




Direkt auf der Farm is auch noch ne kleine Schatzkammer, von der mein versteckter Hippie-Bus-Trieb aufgeweckt wurde…mehrere VW T1-T2 Busse, in jeglicher Ausführung….zwar gut angerostet, aber kurzzeitig haben sie auf jeden Fall den Gedanken in mir aufkommen lassen…..“ähh…was kostet n Container aus Namibia nach Deutschland…???“




Nachdem mich die Realität, dass die Dinger wirklich, wirklich viel Arbeit brauchen, um restauriert zu werden und vor allem, dass ich keinen blassen Schimmer von Autos, geschweige denn Motoren habe, wieder eingeholt hat, wende ich mich ab und posiere stattdessen auf „Deutzmann“….einem kleinen, grünen, mindestens genauso alten und verrosteten Traktor…


Noch am gleichen Tag geht’s wieder auf den Weg zurück ins kalt-windige Swakop….jedoch sollten wir noch den Farm-Geländewagen bis zur nächsten, na ja…eher zum nächsten Dörfchen fahren, damit er dort repariert werden kann…

Das Auto, das eigentlich keins mehr ist, sondern eher aus Lenkrad, vier schiefen Rädern und nem Startknopf besteht war mit der Beste Part…keine Fenster…ach, nich ma Türen, Gurte, oder sonstiges…mit 40-50 Kmh Spitze durch die Landschaft cruisen is wirklich geil!...warmer Wind, trockene, wohltuende Hitze und Schotterstraße…es gibt nix bessres für’n Sonntagnachmittag….




Ich wünsche mir die Tour wirklich herbei…ich will endlich da raus, mehr von der Landschaft sehen, Tiere, gutes, gegrilltes Essen, viel Wein und viel Natur erleben, bevor es wieder zurück ins mindestens genauso geile Berlin mit seinen Vor- und Nachteilen geht…

Also, hoffentlich bald mehr…

Yiiieeeha! Hautarinn!

Nilakko

Montag, 11. August 2008

...die zwei Seiten der Medaille

...Thank god it was Friday...endlich Wochenende!

Dieses Wochenende versprach es in sich zu haben...
Am Freitagmittag werde ich von der Arbeit abgeholt und es geht mit dem local Fußballclub ab nach Otavi, einem kleinen, verschlafenen Örtchen mitten im Nix!
Dort findet jedes Jahr an einer deutschen Privatschule ein kleines Fussballturnier statt, an dem auch der Club aus Swakop teilnimmt..

Das Wochenende fing mit saufen im Bus auf der Hinfahrt an...und wie sollte es auch anders enden, als eben so.

Diese Leute hier...oh mann...bestimmt 20 Mann im Bus, ein extra Benzingenerator am Bus festgeschnallt, um die überdimensionalen Boxen und einen Vorverstärker, die das Buseigene Soundsystem übertrumpfen sollten unterstützten...so einen Sound hat man in nem Bus wohl noch nie gehabt...

Dazu Alkohol in jeglicher Promille-Höhe und Ausfertigung.....alles klar!

Für die Fahrt, haben wir ca. 10 Stdunden gebraucht, da man unterwegs an der ein oder anderen Bar anhielt, um Reserven aufzufrischen...

Da gings eigentlich erst richtig los...an einer kleinen Bar neben einer Tankstelle an der wir halten passiert das, was ich nicht mehr für wirklich möglich gehalten hab...
Drei Farmer (so sahen sie zumindest aus) stehen am Pooltisch und zocken Billard, während wir mit unseren Leuten an die Bar gehen und uns Drinks bestellen...
Durch unsere lautstarke, alkoholbedingte Ankunft und vor allem die schwarze Hautfarbe einiger unserer Mitspieler fühlen sich die Buren-Farmer anscheinend mehr als gestört...
Als sie in aller Ruhe vom Pooltisch in unsere Richtung laufen und uns allen Ernstes fragen, "Warum zerstört ihr ein Poolspiel von Weißen an einem Freitagabend?...

Ich dacht ich spinne...."Why do you destroy a white-peoples game on a friday evening??"

Mit viel diplomatischem Blabla, einigen harschen Worten und Besänftigungsversuchen ziehen sie endlich ab...man soll sich wohl in dieser Gegend nich unbedingt schlagen, da dann das gesamte Dorf mobilisiert wird und zum Kampf bläst....Scheiße Alter! Unglaublich wie sich dieser Apartheid-Schwachsinn noch immer in den Köpfen der Leute breit macht. Die schlimmsten sind ohne Frage die Buren-Afrikaner....die deutschen haben es allerdings genauso drauf, wenn sie wollen...

Wir sind letztendlich gut in Otavi angekommen, haben unseren Abend genossen und am nächsten Tag früh aufgestanden, um Fußball zu zocken...
Die ein oder andere Angiftelei, ab und an etwas gereizte Situationen, weniger im Spielfeld, als am Spielfeldrand, wo man den Leuten schon ansah, dass sie es merkwürdig finden, dass wir mit schwarzen Spielern da aufkreuzen...
Es gibt sicherlich mehr als nur Ausnahmen an generell weißen Leuten, die tolerant sind und anders denken, aber diese bestätigen zumindest meiner Meinung nach immernoch die krasse Regel!! Was denken manche Leute Bloß, wer sie sind, frag ich mich ab und zu??

Ich wurde bisher von wirklich vielen Leuten herzlich aufgenommen und hab auch immernoch ne schöne Zeit hier...
Aber bei vielen anderen kommt, wenn auch meist durch Alkoholeinfluss, der unterschwellige Rassismus im Alltag 100%-ig durch....
Viele sagen mir, "du lebst nich hier...du machst nicht dieselben Erfahrungen wie wir"....ich kann verstehen, dass Kulturen aneinandergeraten...da is Afrika nicht der einzige Ort auf der Welt...

Aber es kann mir doch kein Mensch erzählen und da mögen die Umstände noch so schwierig sein, das ungleiche Behandlung, fehlender Respekt, Rassismus und soziale Ungleichheit irgendwo auf der Welt schonmal dazu beigetragen haben, Kulturen aneinander zu bringen, oder sich zu verstehen....bzw. die Wogen zu glätten...da braucht man sich über Einbrüche, Gewalt und dergleichen nicht unbedingt zu wundern...wobei diese in meinen Augen auch nicht gerechtfertigt sind...


Wir haben das Turnier letzten Endes dann sogar gewonnen....der Pokal steht für das kommende Jahr in Swakop...witzige Goldmedaillen haben wir auch bekommen....allerdings mit einem faden Beigeschmack (zumindest für mich) behaftet...

Da die Zeit bekanntlich wirklich alles heilt..kann man nur hoffen, dass sie bei manchen hier nicht stehenbleibt...

Genießt die Woche!

Nilakko


Montag, 4. August 2008

SCHTEREOTÜP

...So...nun brechen die letzten 8 Wochen Namibia an!
Ich kann die Tour echt nicht mehr abwarten...Arbeit muss zwar auch sein, aber sobald man sich vom Alltag abwendet und mal ein paar Schritte aus der gewohnten Umgebung rausgeht, merkt man eigentlich erst richtig wo man sich befindet...

Und obwohl ich in Ägypten schon behauptete, dass ich noch nie soviel Sand gesehen hab, wurde mir hier das Gegenteil bewiesen...

Eindrucksvolle Sanddünen soweit das Auge reicht...bis direkt ans Meer...und dann der etwas merkwürdige Anblick....dicker, dichter, feuchter Nebel vom Meer, der die Spitzen und Furchen der Dünen umgibt.

Es ist lautlos, ab und zu hört man entfernt ein Auto....mehr nicht...legt man sich an den obersten Rand der Düne sieht man feine Sandströme, die vom Wind abgeweht werden...

Der Kontrast zwischen blauem Himmel und braun-rötlichem Sand wird stärker, je weiter man in die Ferne guckt....schönes Namibia

Die nächsten Bilder zeigen dann hoffentlich auch mal n Board unter meinen Füßen...vorerst begnügt man sich damit ein paar hundert Meter die steilen Dünen runterzurennen...

Nilakko











video

Freitag, 1. August 2008

...an die stadtüberHaupt

Was geht denn da ab....Waldbrandgefahr in Berlin....fucking 35°...??

In Zukunft nur noch schön Ualaub anna Ostsee...wa? So rischi watt ontlichet,wa....?!

Aber macht euch keine Hoffnungen..bis ich wieder da bin seid ihr alle schon wieder Käseweiß!

Dauert auch nur noch n paar Wochen...dann geht meine Tour durch Namibia los...und anschließend geht's ab zurück nach B. an der S.

ach ja....hab neulich mein Lieblingsappartement gesehn....


BBH!

N.

Dienstag, 22. Juli 2008

Cape Cross

...mein nächster letzter kleiner Trip am Wochenende ging nach Cape Cross...wieder unzählige Robben, allerdings hab ich in meinem Leben noch nie soviel davon auf einem Haufen gesehen...dementsprechender krasser Gestank entlang der Küste... In Cape Cross sind wohl damals portugiesische Seefahrer gelandet und haben von hier aus das Land erkundet. Is auch eher zweitrangig, denn das eindrucksvollste ist der eigentliche Weg zum Cape...
steile Sanddünen, die direkt ins Meer stürzen...die Skelettküste, welche ihrem Namen Ehre trägt, denn hier lebt wirklich absolut nix, außer ein paar trockenen Wüstenflechten...trockener, heißer, salziger Sand, kein Laut weit und breit... Eindrucksvoll auf jeden Fall...

Da mein Winter hier drüben vom Wetter her euren Sommer zur Zeit (mir wird immer wieder warm um's Herz, dass in Berlin gerade riiiiiichtig Abturnwetter is....) echt um einiges schlägt war der Tag am Meer dementsprechend chillig.... Hyänen und Schakale halten Ausschau nach unaufmerksamen Robbenjungen, was ein witziger Anblick direkt am Meer ist... Ich dachte immer Schakale leben nur mitten in der Wüste... Aber in Namibia soll's sogar vorkommen, dass Löwen und Elefanten ihren Weg an die Küste ans Meer finden...

Auf dem Rückweg hab ich dann eine weitere Errungenschaft des namibianischen Direct Marketings oder auch der geilste Selbstbedienungsstand der Welt gesehen...
Ein altes Ölfass, auf dem ein Holzbrett mit verschiedenen Salzkristallen ausgebreitet war. Dazu eine mindestens genauso verrostete Blechdose mit Schlitz zum Geldeinwurf und ein kleines Schild mit den Preisen der Kristalle.....mitten im Nichts!



Der Rest spricht für sich....
Bald is zum Glück wieder Freitag....

Genießt euer schlechtes Wetter....

MFG





Freitag, 18. Juli 2008

Impossible is nothing...

Welcome to Africa!

Schon mal n Schiff sinken gesehen....??

Ich bislang auch nich...is ne spannende Sache.....das geilste is aber, wenn das nicht auf See, sondern beim Anlegen im Hafen passiert!

Die haben versucht das Schiff von ner benachbarten Firma aus dem Wasser mit nem Lift rauszuheben, haben dabei den Schwerpunkt falsch berechnet...und...blub, blub, blub...

Shit happens.....

bisbald...nil


P.S.

HAPPY 90th BIRTHDAY NELSON!



Montag, 14. Juli 2008

Frum Dusk till Dawn

...Samstagmorgen 6:00 Uhr aufstehn...duschen

...warm anziehn...rein ins Auto und ab nach Walvis Bay auf den Atlantik...

... 7:00 Uhr...in Walvis angekommen ab in die Lagune bepackt mit nem Anhänger voller Kajaks

... 8:00 Uhr ... Nilakko in 5 Lagen Schutzklamotten, modischer Schwimmweste und Badelatschen

krass verpennt im Kajak....

... 8:15 Uhr ... 400m weit auf dem Atlantik von unzähligen Robben und einigen Delphinen umgeben

krasser Scheiß!!! Robben kommen ans Boot und knabbern am Paddel springen rum und begleiten das Kajak die ganze Fahrt lang...zwischendurch ein paar Benguela Delphine die sich druntermischen - unglaublich....











Nachdem Robben, Delphine, Flamingos, Pelikane und Kormorane die Schnauze voll von uns hatten...gings wieder an den Strand...

Kurz chillen und aufwärmen...zurück nach Swakopmund...das eigentliche Highlight sollte aber erst noch kommen... die Spitzkoppe.

Ein 1700m Berg...der mitten aus dem Nichts in der Wüste entspringt...nach einiger Zeit Autofahrt dort angekommen merkt man, dass man wirklich irgendwo in Afrika ist....einfach krass wunderschöne Landschaft...Tiere...unglaubliche Ruhe und Nachts soviel Sterne, dass man glauben muss, in Europa blicke man nachts auf einen anderen Himmel....









Die Felswände strahlen bei Sonnenauf- & Untergang im tiefen Rot...Die Sonne auf- und untergehen zu sehen is hier wirklich zu einer meiner Lieblingsbeschäftigungen geworden..
Weiter oben auf dem Berg sind sogar n paar uralte Graffitis von Buschmännern aus Vorfahrenszeiten zu erblicken...da aber Bergsteigen und Wandern noch nie so wirklich meine Leidenschaft waren haben sich chillen, Bier & Wein und BBQ am Fuße des Berges doch hart durchgesetzt...







Die Nacht bricht herein...am Feuer liegend bin ich dann irgendwann eingeschlafen, nachdem ich versucht hab irgendwelche komischen Deutungen der Sterne nachzuvollziehen...direkt unter freiem Himmel...Hamma!
Als nächsten Tag nach dem aufstehen und dem Safarifrühstück mit Instantkaffee die Abreise losging hab ich noch diesen kleinen Verkaufsstand am Rand der einheimischen Siedlung am Fuße des Berges gesehn...Dosen..Dosen und Dosen...absolut Killer Idee!



Kurz vor Swakopmund haben wir nochmal ne kleine Pause gemacht....Middle of fuckin nowhere!!




Habt ne schöne Woche....bis bald...

Nilakko

Mittwoch, 9. Juli 2008

Sundowner

...Bin in den letzten Tagen nem Hinweis von meinem Praktikanten-Vorgänger gefolgt und bin abends aus der schimmernden, bebenden, vor lauter Nachtleben geradezu erstickenden Metropole Swakopmund rausgelaufen.....bis direkt hinter die Dorfgrenze...und mit Bier bewaffnet auf die Dünen geklettert...

Das is dabei rausgekommen...











Mittwoch, 2. Juli 2008

After Winter comes Spring…

…Spanien….unglaublich, aber wahr….Nach dem Spiel gegen Deutschland sind die 5 Spanier, die in Namibia wohnen doch tatsächlich auf die Straße gegangen und haben rumgegrölt….Ich hab den Abend in gewohnt ungewöhnlicher deutscher Tugend mit Bier und lauter verrückten deutschen im örtlichen Club gesehen…wahrscheinlich mein deutschester Abend in meinem Leben…

Egal, Fußball is vorbei und das Leben geht weiter…

Nachdem wir die letzten Wochen wirklich hammer Wetter, so um die 35 Grad hatten, wird’s jetzt schon wieder unangenehm, feucht, neblig, kalt…

Das krasseste is eigentlich, dass der Wechsel innerhalb von Minuten aufkommt..

Weiter unten hab ich mal ein Foto gemacht, dass ca. 10 min. nachdem ich kurzärmlig draußen rumgelaufen bin entstanden ist! Ich stand am Pier, wo unsere Schiffe anlegen und hab mir die Robben beim schwimmen und fressen reingezogen. Die kommen wirklich direkt bis zu den angedockten Booten und ab und an auch an Land. Beim nächsten Blick aus dem Fenster war der Nebel so dicht, dass man gerade mal 20m weit sehen konnte…

Die übrige Zeit, die ich nicht in der Firma verbring versuche ich inzwischen einfach mit viel Sport zu überbrücken, da sonst echt nicht allzu viel los ist. Manchmal muss ich mich an Hennes' Blog einnern, da man sich hier halt wirklich irgendwie mit sich selbst beschäftigen muss, wenn um einen rum nich so viel abgeht....

Wie sollte es auch anders sein, in nem Land, was gerade mal halb so viel Einwohner wie Berlin hat, verteilt auf einer Fläche, die zweieinhalb mal Deutschland entspricht..Jugendliche gibts hier auch nur als Sondererscheinung, da alle zum Studieren oder Karrieremachen weggehen.
Andererseits ist es auch schon was nur ein paar Meter zum Meer laufen zu müssen, jeden Abend zwischen Palmen zu stehen und in den krassesten Sternenhimmel zu sehen, den ich jemals gesehen hab...sollte ich herausfinde, dass meine alte Kamera sowas irgendwie belichtet bekommt, seht ihr was ich meine...

Ich hoffe ihr genießt euren Sommer, wir haben jetzt hier in einigen Wochen wieder Frühlingsanfang, was aber anscheinend nichts zu bedeuten hat, denn das Klima bleibt hier eigentlich auch immer gleich…

ich versuch diesen Monat mal ein bisschen mehr von mir zu geben, als vorher...


Bis bald!


Nilakko!


Swakop von Meer aus





Der krasse Steg der deutschen Schutztruppe


Ich & meine Berufung...



Vorher:




Nachher:


Sonntag, 22. Juni 2008

Heidemarie……?....Gerda…?! Noch’n Draaft!!

…..Schallala….schallala…als erstes bin ich dankbar für diese EM!

….jeden Abend was zu tun… Futte gucken….geile Scheiße!
Als zweites kann ich den Holländern nur sagen: Nastrowyie, oder so ähnlich….,so sympathisch euer Ländchen auch ist……überlegt euch das mit dem Fußball einfach noch mal…. Oder nehmt euch ein Beispiel an den Griechen…wenn nix zu holen is, dann is einfach nix zu holen…Kräfte schonen, die anderen rennen lassen, nach Hause fahren, Ouzo trinken dabei hart chillen und EM im Fernsehn weitergucken!

Die letzten Wochen waren sehr angenehm…beim Praktikum läuft soweit alles seinen gewohnten Gang, das Wetter hat uns einige krass sandige und heiße Ostwindtage beschert…. Man konnte in den Straßen vor lauter Wind und Sand kaum laufen, aber ein Erlebnis ist es schon! Durch den unterschiedlichen Luftdruck im Inland und an der Küste bekommt man dann wunderschöne Sonnenuntergänge mit, auf den Bildern weiter unten zu sehn!
Ein prägendes Erlebnis für mich, war der Karneval, der dieses Wochenende bei uns in Swakop stattgefunden hat. Da hier gerade tiefster Winter ist, hat die Narrenzeit angefangen…die Leute nehmen dass hier auch wirklich ernst…dekorierte Wagen, die mit besoffenen Leuten durch die Stadt fahren, dabei laute, äußerst ungenießbare Musik aus Lautsprechern hören und sich komplett gehen lassen!! Prinz, Prinzessin, Elferrat usw. sind auch alle am Start…

Mein erster Karneval überhaupt…und das mitten in Afrika…ich hab mir an den Kopf gefasst….und letztendlich angefangen mitzusaufen….nach ner Weile muss man selbst als Berliner mit nem breiten Grinsen, angeschwipst durch die Menschenmassen laufen und sich das ein oder andre mal über die Meute von Besoffenen und den Schwachsinn den die im Kopf haben wegpacken…90 % deutsche, oder zumindest deutschstämmige Leute die in nem großen Zelt feiern…da hört man dann auch schon mal an der Theke so geile Sätze wie: „Heidemarie……?....Gerda…?! Noch’n Draaaft!! Orrait? (Auf Englisch: …Draught! Alright?)“ lauter Namen, die eigentlich schon längst auf der schwarzen Liste stehen und wenn nicht das, dann einfach ad-hoc-zensiert gehören… Die Männer kommen mit Prachtexemplaren wie: Wilhelm, Karlheinz oder Hans-Dieter auch nicht schlecht weg… Aber genug Zynismus ich muss ja zugeben, dass ich meinen Spaß hatte!
Alles in allem lass ich es mir aber gut gehen, genieße die Umgebung und die Tatsache mal was etwas anderes zu sehen. Bald ist auch schon die Hälfte meines Aufenthaltes um…für Ende September ist dann auch ne kleine Rundreise durch Namibia geplant, in die Nationalparks, die Wüste, die Küste und vieles mehr….

Ich hoffe euch geht’s gut in der Heimat…..Bis bald!!!

N.

P.S…. Finaaaale…ohhh,oohhhh……!!!










Mittwoch, 4. Juni 2008

No Hurry in Africa Mr. Zero..

What up Germany???!!!….nach nem halben Monat mal wieder n paar Neuigkeiten von mir…

die Zeit vergeht hier auf jeden Fall genauso schnell wie zu Hause…unglaublich! Schon mehr, als ein Monat is vergangen seitdem ich hier bin!

Die letzten 2 Wochen hab ich fast nur in der Firma verbracht, weshalb es auch nicht allzu viel zu berichten gab…die Arbeit wird zunehmend interessanter, nur meine eigentliche Aufgabe lässt noch immer auf sich warten…hier geht halt alles etwas entspannter zu, als in good old Germany. Neulich wurde ein Container beladen und als ich mit anpackte, um es schneller hinter uns zu bringen meinten die Leute im Lager: „no, my Friend…no hurry in Africa mista Zero…“ also hab ich dann meine Geschwindigkeit angepasst…mein Name scheint für die meisten Afrikaner krass merkwürdig…und da sie „nil“ nur aus dem englischen für 0 kennen, nennen sie mich Mr Zero gefolgt von ner krassen Lache….

Wenn hier was erledigt werden muss, dauert es auf jeden Fall ne halbe Ewigkeit länger, als es eigentlich müsste…mir soll’s recht sein…denn mit der Zeit, merkt man, dass man mit europäischer Zügigkeit nicht weit kommt…

Ich bin auch mit den Arbeitern weiter ins Gespräch gekommen…eine für mich merkwürdige Einstellung. Man betrachtet die Stadt, in der gearbeitet wird auch wirklich nur als Arbeitsort. Keiner der „einfachen“ Arbeiter würde jemals in Erwägung ziehen wirklich die Stadt zu seinem Zuhause zu machen. Man arbeitet nur solange, bis sich genügend Geld für die Heimfahrt ins Einheimische Dorf und etwas Erspartes für die Familie angehäuft hat. Ich hab sie gefragt, ob sie nich was von dem Wohlstand der Stadt abhaben wollen…vielleicht ein kleines Haus, ein Auto..ne feste Arbeit…..?? Nein, der Größte Traum ist ein kleines Stück Land im heimischen Dörfchen, ein paar Rinder & Kühe…selbst gepflanztes Obst & Gemüse…etwas davon verkaufen, den Rest für sich haben und in Ruhe leben, dass is, was man sich hier für’s Alter zu wünschen scheint. Das is auch der größte Unterschied zwischen schwarz und weiß…Die weiße Bevölkerung lebt in der Stadt, versucht einen immer besser bezahlten Job zu bekommen und auf der Karriereleiter weiter nach oben zu kommen… Zwei Ideologien die hier öfters aneinander geraten

…genug von soziologischen Phänomenen…

Die Wochenenden gestalten sich relativ ruhig, um nich zu sagen abends fast etwas langweilig….das Städtchen in dem ich lebe mag zwar ein paar nette Eckchen haben, aber was zu erleben oder ein wenig Nachtleben is entweder verdammt schwer zu finden, oder es existiert einfach nicht. Ich warte noch sehnsüchtig auf meine Shisha…dann hab ich wenigstens Ablenkung für die meiste Zeit!

Das was sich hier im Ort deutsch nennt kann man auch allerhöchstens bayerische Provinzialauswanderer nennen…wenn man nur kleine Almdörfchen kennt, dann is Swakopmund schon ein Aufstieg….im Ernst, manch Deutscher lebt hier so, als wären noch Kolonialzeiten…merkwürdiges Völkchen…

Ansonsten lässt sich die Zeit auf jeden Fall angenehm gestalten…am Strand chillen und lesen…am Wochenende in die Nachbarstadt zu Freunden fahren...alles in allem ne schöne Zeit.

Die Landschaft hier is eins der schönsten Erlebnisse, man kann ins Inland in die Wüste fahren, sieht riesige Sanddünen, die direkt ans Meer grenzen, Palmen die am Strand wachsen.....einfach geil...

Auf den ersten Bildern unten hab ich mal festgehalten, wo ich hier wohne....kleiner grüner Vorgarten und der Eingang zu meinem kleinen Zimmer...

Die nächsten Bilder kommen bestimmt noch, aber die Internetverbindungen hier kacken immer ab, wenn man was hochladen will...

Ich lass bald wieder mehr von mir hören....

N.





Sonntag, 18. Mai 2008

Yiiieeeha….

Dieses Wochenende war wohl bisher das interessanteste was ich hier erlebt hab…auf der Farm von meinem Chef zum jagen…

Auch wenn ich selber nur auf abgestorbene Baumstämme geschossen hab war’s ein krasses Erlebnis. Freitagmittag ging’s los, nach guten drei Stunden Fahrt ins Buschland kommen wir an. Altes, riesiges Farmhaus auf einer 5000-Hektar Fläche.

Das erste wilde Tier was ich gesehen hab, war ne frei rumlaufende Giraffe!

Sonst zu sehen waren noch alle möglichen Rassen von Böcken, Kudus, Antilopen usw.…

Mann kann wohl auch noch Leoparden, wilde Paviane und Giftschlangen zu sehen bekommen, muss man aber nicht

Als Begleiterscheinungen sind übermäßig viel Alkohol, mehr Grillfleisch, als auf jedem BBQ in amerikanischen Vorstädten und wie gesagt hammermäßige Natur zu nennen…

Und das erste Mal, dass ich live mitbekommen hab, wie ein Tier erlegt wird….krasses Teil, ein Gemsbock!

Aber, nich zu viel Bla,bla…hier n paar Bilder
























Mittwoch, 14. Mai 2008

From a SEAWORK perspective...

Ja,ja,ja….nachdem ich nun durch viele Mails auch mitbekommen hab, dass ihr in Deutschland gerade ne sonnige, warme Zeit habt muss ich auch noch mal kontern im Wetterbattle der Kontinente…langsam wird’s hier auch wieder wärmer…die Ostwinde haben eingesetzt und bescheren uns wieder angenehme 27°….

Inzwischen lebe ich mich immer besser ein und bekomme auch bei der Arbeit immer mehr Einblicke in die Produktion und die Abläufe des Fischereialltags… etwas weiter unten könnt ihr mal sehen, wo ich mich jeden Tag so rumtreibe zwischen Tunfisch, Makrele, Seehecht & co…

Die Leute an den Fließbändern lachen zwar noch immer über meine Filettierfähigkeiten, aber es wird zunehmend angenehmer. Die Leute sind wirklich alle cool drauf. Es ist witzig sich mit ihnen zu unterhalten und sie kennen zu lernen…obwohl zur Zeit alle extrem angespannt sind…überall wird geschrubbt, geputzt, es werden pausenlos Meetings und Schulungen abgehalten über Hygiene, Sauberkeit und Ordnung.. ,denn: nächste Woche kommt ein Komitee der EU-Audit-Kommission, um den Betrieb auf EU-Exportfähigkeit zu untersuchen…das Qualitätsmanagement ist krass am ausrasten, alles wird überprüft….schon krass wie wir Europäer uns gegen böse ausländische Keime und Bakterien schützen….Die checken wohl alles…dabei kann es wohl auch gut sein, dass sie den Betrieb erst gar nicht besuchen, sondern nur benachbarte Firmen checken…

Da ich inzwischen stolzer Besitzer von einer Art Satellitenfernsehen bin gucke ich inzwischen mehr Fußball, als ich es in Deutschland jemals getan hab…Englische, Italienische, Deutsche, Portugiesische Liga…wird alles übertragen. Das ist aber auch wirklich eine der wenigen Attraktionen, die das Nachtleben unter der Woche hier bietet! Das wird sich aber bald ändern! Hab mir vorgenommen in 2, 3 Wochen den Wüstensport anzugehen. Erstmal will ich auf jeden Fall Sandboarding ausprobieren, das Pendant zu unserem Snowboarding, nur halt auf Sanddünen, dann kann man sich noch an einem Drachen angebunden auf nem kleinen Gefährt durch die flache Namibwüste ziehen lassen und mit Quadbikes durch die Dünen fahren…bin auf jeden Fall gespannt, wie das so wird und hab krass Bock drauf..!

Bisher läuft also eigentlich alles ganz gut, fühl mich wohl, vermisse zwar meine Kleine Thelma und auch Berlin, die Stadt überhaupt mit dem ganzen Wirr-Warr, aber bislang scheint’s alles in allem ne schöne Erfahrung zu werden!

Also…passt auf euch auf und holt euch keinen Sonnenbrand..!!

Bis bald…..Grüße aus Mama-Afrika

Nilakko













Mein Arbeitsweg....




Samstag, 10. Mai 2008

Afrika is kalt...

Da sitze ich nun, in nem Wollpulli, mit T-Shirt drunter, langer Hose und gaaaanz normalen Schuhen!!! Alta! Und ich dachte, ja gut komm, Winter suedlich des Aequators kann schon nicht so schlimm sein....Arschkarte! Mittags wird's hier zwar schon ganz gut warm, aber auch dann laessts sich mit langen Sachen an ganz gut leben! Hoffentlich setzen hier bald, zumindest den Einheimischen zu Folge, bald die Ostwinde ein, die die "Kaelte" wenigstens fuer ne Weile wegpusten! Wier man unschwer an den fehlenden Umlauten erkennt is auch mit Internet @ home nicht mehr viel...Internetcafe is angesagt! Aber das ist hier zumindest einer der wenigen Gruende die Wohnung zu verlassen...das hoert sich jetzt alles ein wenig pessimistisch an, aber ich muss sagen, dass mir ab und an mehr Menschen ganz gut tun wuerden! Egal, will mich nicht beschweren, bin zumindest dierkt am Ozean...und die Gegend um die "Stadt" herum, die ich so langsam auch erkunde ist ganz schnike anzugucken. Ich hab neulich von nem Kollegen gehoert wie warm es gerade in DL is... so ne Scheisse man, ich dachte ich kann euch hier was vorschwaermen, allet Kacke, deine Elli!

Sonst geht's mir aber insegsamt echt ganz gut, beim arbeiten lerne ich immer mehr wirklich einheimische kennen, die anfangfs extrem verwundert dreinschauen, wenn sich ein "weisser" dazu bemueht Fische zu waschen, zu filettoeren, von Eis zu befreien, aufs Foerderband zu schmeissen usw...

Wo wir auch schon beim naechsten Thema waeren... die Arbeit!
Momentan durchlaufe ich wie beschrieben ein wenig die Produktion der Fabrik. Ich mache einfach mal alles was es da zu machen gibt... Am ende des Tages is man wirklich krass alle, von dem ganzen Kram, dabei bekomme ich glaub ich auch echt nur die Schonkur ab. Wenn man da den ganzen Tag in der gleichen Position die gleichen Arbeitsschritte immer und immer wieder macht, haut dat schon rinn! Da bekommt das Wort Monotonie ganz neue Dimensionen...
Die naechsten Tage werden bestimmt auch noch so einiges interessantes mit sich bringen.
Bis ich dann die eigentliche Aufgabe, die Unterstuetzung bei der Einfuehrung des Lagersystems, ueberneheme, werde ich Fische wohl noch aus weiteren Perspektiven zu sehen bekommen...

Hab gerade zum ersten Mal die Afrikanische Version von Superstars / Idols gesehen, oh mann.... Krasse Sache! Einige fangen vor der Jury an afrikanische Volkstaenze und die dazu passenden Gesaenge vorzufuehren..und die Jury rastet dann krass aus, weil sie was wetlicheres sehen will...geile Sendung... so viel zu meiner Intelektuellen Betaetigung hierzulande...

Ich lass morgen mal einige neue Bilder folgen..bis dahin Make it good & Gruesse aus Swakop!

dErnIl